Wellen lecken
"Poetische Erfahrung ist immer an den Körper gebunden. [...] Sprache ist ein Mittel der Metamorphose zwischen Körpern und Ideen und zwischen verschiedenen lebenden Körpern. [...] Poesie ist wohl die adequateste Sprache für die lebendige Welt.“ (Andreas Weber)
Künstlerbuch
nature*writings / Gedichte
Digitaldruck, Schulstichheftung
18 Exemplare
Wie im Sand zurückbleibende Wellenränder, Gischtränder, überlappen sich die Seiten des schmalen Gedichtbands. Seite um Seite brandet das Meer, brandet die Küste, die Worte ans Auge, ans Ohr.
Die Texte versuchen eine sensible Sprache für den Naturraum der Küste zu finden. Ein Körper begegnet anderen Körpern und schreibt davon.
Das Künstlerbuch vereint einige der Texte, die im Herbst 2024 während eines Aufenthaltstipendiums der Kunststiftung Sachsen-Anhalt im Künstlerhaus Lukas in Ahrenshoop entstanden sind. Es beschäftigt mich darin die Frage der Lücke zwischen Sprache und Welt, zwischen Natur und Kultur, zwischen Meer und Land.
Like the curves of waves left behind in the sand, like trails of spray, the pages of this slim volume of poetry overlap. Page after page, the sea surges, the coast surges, the words surge into the eye, the ear.
The poems seek to find a language for the natural space of the coast. A body encounters other bodies and writes about this touch.
This artist’s book brings together some of the texts written in the fall of 2024 during a residency fellowship from the Saxony-Anhalt Art Foundation at the Künstlerhaus Lukas in Ahrenshoop. There arise questions about the gap between language and life, between nature and culture, between sea and land.
Dokumentation: Alexej Hermann